Neuseelands Regenseite - Die Westküste

Halli Hallo da sind wir wieder... 😊
Nach unserer Tour im Tasman Abel Nationalpark mit mega Wetter verließen wir den Norden der Südinsel und damit leider auch den Sonnenschein...😝🌂.

Unsere Reise führte uns nach Westport das Surfereldorado schlechthin. Der Ort an sich ist weniger nennenswert aber das Hostel war der absolute Hammer😊. Eine sehr chillige Atmosphäre und ein stämmiger Hauskater bauten die Stimmung bei dem grauen, nassen Tag auf und wir entschlossen uns trotz des Wetters einen Surfkurs zu besuchen und uns die Basics erklären zu lassen. Das setzten wir nach unserer Ankunft im Hostel auch gleich in die Tat um. Wir bekamen ein Neoprenanzug und ein Bord, dann ging es auch schon zum Strand. Unser Lehrer erklärte uns in aller Ruhe die Basics über ein Surfbrett, wie man es über die Wellen schiebt wenn man ins tiefere Wasser kommen möchte und die Wellen sozusagen bezwingen muss. Wichtig war auch zu wissen, wo man sich auf dem Bord positionieren muss um das Gleichgewicht zu halten. Nämlich in der Mitte am Strich, der auf das Surfbrett gemalt ist orientieren und die Füße genau am Ende des Boards positionieren. Wichtig ist auch, dass wenn man sich vor einer Welle befindet, das Gleichgewicht auf dem Board hält, sich mittig positioniert und mit beiden Armen paddelt so stark wie es nur geht. Zum Schluss zeigte er uns noch als Trockenübung verschiedene Techniken wie man im Wasser aufstehen kann. Ich habe mir die einfachere "Chicken Technik" gemerkt. Zuerst das rechte Knie über das Bord hängen wie ein Hühnchen danach mit dem linken Fuß ein Schritt nach vorne machen und mit Schwung aufstehen. Er ließ uns das ganze sehr oft wiederholen aber ich kann jetzt schon sagen, dass es schwieriger war im Wasser als gedacht. Man braucht wirklich eine sehr gute Ballance. Außerdem haben wir auch einen Crashkurs über die verschiedenen Strömungen in der Bucht und den Einfluß durch den Wind bekommen. Letztendlich waren wie aber immer in einem Bereich wo man stehen konnte. Aber sicher ist sicher. So viel zur Theorie...

Wir wagten uns ins Wasser und probierten unser Glück. Ich muss sagen, dass hat besser geklappt als gedacht. Wir nahmen unsere erste Welle ganz gut und Daniel hat es manchmal sogar geschafft im Stehen auf einer Welle zu reiten 😀 ich zumindest auch im Sitzen. Es war ganz schön kräftezehrend immer wieder gegen die Wellen anzukämpfen und nicht dauernd ein gefühlten Liter Salzwasser zu trinken 😉 aber auch das gehört dazu. Alles in allem hat es super viel Spaß gemacht und es war ein Erlebnis, dass wir beide so schnell nicht wieder vergessen werden.

Nach unserem Aufenthalt in Westport ging es weiter nach Punakaiki. Auf unserem Weg dorthin machten wir noch einen Stop am Cape Foulwind und unternahmen ein Sparziergang zur Trauranga Bay mit einer Seehundkolonie die ihr Revier verteidigten und sich mit den Möwen arrangieren mussten. In Punakaiki angekommen, bezogen wir zunächst Quartier im Punakaiki Beach Hostel (,was wir an dieser Stelle nur wärmstens Empfehlen können) mit einer Traumlage und direktem Blick auf die wilde Westküste und die stürmische See. Die Gegend ist bekannt für die Pancake Rocks und die Blowholes. Auf unserem Sparziergang zu den Pancake Rocks sahen wir noch ein Schild mit dem Hinweis, dass sich hier auch die Punakaiki Cave befinden würde...Da konnten wir nicht wiederstehen und mussten einen Blick in die Höhle werfen. Es hat sich auf jeden Fall gelohnt. Man hätte die Möglichkeit gehabt mit entsprechendem Schuhwerk und vorallem genug Licht hundert Meter in die Höhle zu klettern. Wir haben uns nur den Eingangsbereich angeschaut, weil wir leider nicht so gut ausgestattet waren 😉. Die Pancake Rocks sind über Jahrmillionen entstanden Felsformationen die etwas an aufeinander gestabelte Pfannkuchen erinnern. Ihr Ursprung sind unterschiedliche Meeres- und Strandbodenschichten, die zunächst unter hohem Druck durch darüber liegende Schichten verfestigt wurden und letztendlich durch das Zusammenschlieben der Kontinentalplatten, zusammen mit den Alpen von Neuseeland, nach hoben befördert wurden. Dazu kommt dann noch eine Prise Erosion... Tada! Fertig ist der Pancake (Rock) 😁. Man konnte auf dem Rundgang verschiedene Felsformationen sehen und mit etwas Fantasie auch das ein oder andere Tier. Nicht zu verachten sind auch die Blowholes...bei Flut und genügend Druck der Wellen, peitscht das Wasser von unten in den hohlen Stein und schießt als Fontäne oben raus. Sieht echt klasse aus.

Bis an diesem Punkt muss ich sagen lief mit Kiwi Experience unserem Busunternehmen alles gut. Aber an diesem Vormittag mussten wir leider auch die Schattenseite kennenlernen. Zuerst hatte unser Bus 1,5 Stunden Verspätung...dann haben wir im Office angerufen. Dort wurde uns gesagt, dass der Bus in 15 Minuten laut GPS da ist. Sie wollten uns weiß machen, dass Sie uns über die Verspätung nicht informieren konnten, weil die Busfahrer so beschäftigt und im Stress sind...Alles klar dachten wir uns. Mit den GPS Daten des Buses und unserer Position und Nummer müsste das Office uns informieren können. Aber gut alles sehr gut organisiert 😒. Das war aber erst der Anfang, denn als der Bus endlich ankam fuhr er an uns vorbei einen ziemlich steilen Beg hoch und machte einen Stop an den Pancake Rocks. Das wussten wir und versuchten mit unserem ganzen Gepäck inklusive unserem Essen den Bus einzuholen. Das war sehr anstrengend und nervenaufreibend. Naja wir haben es dann letztendlich geschafft und unserem Ärger freien Lauf gelassen...die armen Busfahrer 😉. Sie haben nur gesagt, dass sie uns auf jeden Fall noch geholt hätten und das wir einfach hätten warten sollen. Naja was hättet ihr gemacht wenn beide Kiwi Buse an euch vorbei gerauscht wären?!...Ein Busfahrer sagte zu uns das wir verstehen müssen, dass wir hier in Neuseeland und nicht in Deutschland sind wo die Züge und die Busse immer pünktlich kommen 😂😋. Da mussten wir doch schmunzeln und Ihn eines Besseren belehren.

Weiter in Richtung Süden passierten wir den idyllischen Lake Mahinapua. Hier blieben wir auch für eine Nacht, denn das besonders schöne an diesem Ort ist, dass man von unserem Hostel aus 10 Minuten zum See spaziert und 10 Minuten in die andere Richtung zum Meer. Ein richtig schönes Plätzchen.

Dann erreichten wir ein absolutes Highlight der südlichen Alpen, den Franz Josef Gletscher. Leider konnten wir den Gletscher während unseres Aufenthaltes nur von der Ferne bei einem Sparziergang bestaunen was natürlich auch schon überwältigend war. Der Gletscher hat sich, wie fast überall auf der Welt extrem zurück gebildet und ist auch sehr instabil geworden. An machen Tagen bewegt er sich an tieferen Stellen bis zu 4 Meter. Das Wetter verschlechterte sich leider auch an unserem zweiten Tag am Gletscher. Wir hatten Nebel und Dauerregen, was für die Westküste sehr typisch ist, denn hier vor den Alpen regnen sich die ganzen Wolken aus und bleiben am Berkamm hängen. Somit könnte kein Helikopter starten. Schade aber Sicherheit geht vor! Wir wollten eigentlich einen Flug auf den Gletscher wagen. Dabei hätten wir einen kurzen Helikopter Transfer, eine 3 Stunden Wanderung durch das Eis erleben können. Auch enthalten in der Tour ist eine Entspannung in den Hot Pools. Dem Wetter entsprechend konzentrierten wir uns auf die Entspannung und tauchten gleich für ein paar Stunden ins warme Wasser und ließen die Seele baumeln...war auch mal echt schön und notwendig. Wir haben ja immer ein volles Programm 😉. So haben wir das beste aus dem Wetter gemacht und hatten einen schönen Aufenthalt an der Westküste.

Zum Bildmaterial hier entlang

Bis dahin liebe Grüße aus der Ferne und einen schönen ersten Advent.